Stifterverband fordert strengere Vorschriften für wissenschaftliche Zusammenarbeit mit China nach CISPA-Berichten

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat deutlich strengere Vorschriften für die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit China gefordert.

Anlass sind mutmaßliche China-Kontakte des Helmholtz-Zentrums für Informationssicherheit (CISPA) in Saarbrücken, über die das „Handelsblatt“ berichtet hatte. „In der Tat gibt es Risiken“, sagte Verbandspräsidentin Melanie Maas-Brunner dem „Handelsblatt“. „Deshalb brauchen wir klare Regeln, wie wir mit einem Land wie China richtig umgehen.“

Maas-Brunner sprach sich dafür aus, Kooperationen an Universitäten und Instituten künftig deutlich genauer zu strukturieren. „Es muss eine Due Diligence geben, damit wirklich ganz klar ist, was wir wie machen, was erlaubt und was verboten ist“, forderte die ehemalige BASF-Technologiechefin. Unter einer „Due Diligence“ (gebührende Sorgfalt) versteht man eine detaillierte Risikoprüfung, bei der Partner vorab genau auf ihre Hintergründe und Absichten untersucht werden.

Zudem müsse laut Maas-Brunner stets der eigene Nutzen im Vordergrund stehen: „Wir müssen wissen: Warum machen wir es, wo ist unser Vorteil?“ Nur unter solchen Voraussetzungen sei eine Zusammenarbeit mit chinesischen Stellen sinnvoll.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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