Zahl der Drogentoten in Sachsen-Anhalt leicht gesunken

Im Jahr 2024 sind in Sachsen-Anhalt 51 Menschen an den Folgen des Konsums illegaler Drogen gestorben. Das teilte das Statistische Landesamt am Dienstag mit.

Damit sei die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um zwei Todesfälle gesunken, liege aber deutlich über dem Wert von 2014, als zwölf Todesfälle registriert wurden.

Von den Verstorbenen waren 44 Männer und sieben Frauen. In den vergangenen zehn Jahren waren drei Viertel der Opfer männlich, das Durchschnittsalter lag zwischen 30 und 40 Jahren.

In den Jahren 2005 bis 2014 waren die Verstorbenen mit durchschnittlich 20 bis 30 Jahren deutlich jünger. Die Statistik erfasst Todesfälle durch Überdosierung, langzeitigen Missbrauch oder Selbsttötungen aus Verzweiflung über die Lebensumstände, nicht aber tödliche Unfälle unter Drogeneinfluss.

Neben den Todesfällen mussten 2024 insgesamt 1.806 Menschen wegen des Konsums illegaler Drogen stationär in Krankenhäusern behandelt werden, darunter 1.348 Männer und 458 Frauen.

Die Zahl der Behandlungen ist im Vergleich zu 2014 gesunken. Besonders betroffen von stationären Behandlungen aufgrund von Cannabiskonsum waren junge Menschen: Von den 701 Patienten waren zwei Drittel jünger als 30 Jahre.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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