Magdeburgs Oberbürgermeisterin: „Genugtuung kann es nicht geben“

Magdeburgs Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) hat abgeklärt auf das Urteil gegen den Weihnachtsmarkt-Attentäter reagiert. „Eine Genugtuung oder gar Wiedergutmachung kann es nicht geben“, sagte Borris am Freitag.

Für viele Betroffene sei der heutige Tag aber von großer Bedeutung, weil das Strafverfahren nun abgeschlossen sei. „Gleichzeitig wissen wir, dass kein Urteil das Geschehene ungeschehen machen kann. Die Angehörigen der Getöteten, die Verletzten und viele weitere Betroffene werden die Folgen dieser Tat weiterhin tragen.“

Es sei Aufgabe des Rechtsstaates, die Tat zu beurteilen und ein angemessenes Urteil zu sprechen. Ob sie es selbst für angemessen hält, ließ sie aber offen: „In die Entscheidung des Gerichts haben wir Vertrauen“, so Magdeburgs Oberbürgermeisterin. Auch nach dem Ende des Verfahrens stehe die Stadt weiterhin an der Seite der Opfer, ihrer Angehörigen und aller Betroffenen.

Das Landgericht Magdeburg hatte den Attentäter am Freitag zu lebenslanger Haft verurteilt und die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Eine anschließende Sicherungsverwahrung wurde allerdings lediglich vorbehalten – ein Punktgewinn für die Verteidigung, der damit allerdings gleichzeitig ein Argument für eine Revision genommen wurde.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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