Bericht: Volkswagen erwägt Import und Fertigung von in China entwickelten Modellen für den europäischen Markt

Volkswagen prüft offenbar erstmals konkret, in China entwickelte Modelle der Marke VW auch in Europa anzubieten. Wie das „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) unter Berufung auf Konzernkreise berichtet, reichen die Überlegungen vom Import bis zu einer späteren Fertigung in Europa.

Als mögliche Kandidaten gelten ein gemeinsam mit dem chinesischen Partner SAIC entwickeltes SUV sowie ein weiteres Modell auf VWs neuer China-Plattform CSP. Letzteres gilt Insidern zufolge als wahrscheinlicher, eine Entscheidung steht allerdings noch aus. Die Arbeitnehmerseite dürfte die Pläne mittragen, solange bestehende Standortzusagen gewahrt bleiben und die Auslastung deutscher Werke gesichert ist, hieß es. Als möglicher Produktionsstandort gilt laut „Handelsblatt“ das VW-Werk in Zwickau. Volkswagen wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

Für den Konzern wäre der Schritt ein Strategiewechsel. Bislang wurden Fahrzeuge für den europäischen Markt überwiegend in Europa entwickelt. Gleichzeitig hat VW in den vergangenen Jahren Milliarden in den Ausbau seiner Entwicklungs- und Produktionskapazitäten in China investiert.

Vorstandschef Oliver Blume bereitet derzeit ein umfassendes Sanierungspaket für Europas größten Autokonzern vor. Der Plan des Managements sehe einen Kapazitätsabbau in den Werken samt Stellenabbau vor, hieß es. Jüngste Berichte sprachen von mindestens 100.000 Stellen, die in den nächsten Jahren wegfallen könnten.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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