Helmholtz-Präsident Keller: Klare Regeln im Umgang mit China bei Militärforschung nötig

Martin Keller, Präsident der deutschen Forschungsgemeinschaft Helmholtz, hat sich für strenge Vorgaben im Umgang mit kritischen Staaten wie China ausgesprochen. „Wenn es um Militärforschung geht, brauchen wir nicht lange zu diskutieren: Da brauchen wir klare Regeln“, sagte Keller dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). Die Wissenschaftsfreiheit ende spätestens dort, wo die Nutzung der Forschung durch andere Staaten Deutschland gefährden könnte.

Mit Blick auf die Vorwürfe gegen das Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit Cispa begrüßte Keller die Einsetzung eines Sonderprüfers durch den Bund. Er habe bereits im Januar mit Cispa-Chef Michael Backes gesprochen. „Ich habe gesagt: Michael, ich bin nicht gegen chinesische Kooperationen. Aber es gibt bei euch einen großen Anteil chinesischer Bürger, die dort arbeiten, und ich hoffe, dass diese richtig überprüft worden sind“, sagte Keller. Er hoffe auf rasche Klarheit durch die Sonderprüfung.

„Wenn jemand von einer Militäruniversität kommt und in Deutschland oder Europa forschen will, würde ich das immer sehr genau hinterfragen“, sagte Keller. „Die Situation ist ernst. Die Reputation des Forschungsstandortes steht auf dem Spiel.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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