Nach Verfassungsschutzbericht: Grünen-Chef Banaszak dringt auf Debatte über AfD-Verbotsverfahren

Grünen-Chef Felix Banaszak dringt nach dem neuen Verfassungsschutzbericht auf eine Debatte über ein AfD-Verbotsverfahren. Das Gesamtbild sei so eindeutig wie alarmierend, sagte Banaszak den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Jedes dritte AfD-Mitglied stehe laut Verfassungsschutz im Verdacht, rechtsextrem zu sein, dazu kämen fünf gesichert rechtsextreme Landesverbände, immer neue Anspielungen auf den Nationalsozialismus und führende Köpfe, die mit SA-Parolen und Hitlergruß-Skandalen Schlagzeilen machten.

Die AfD sei keine normale demokratische Partei, sie bedrohe die freiheitlich demokratische Grundordnung und wolle damit „die Grundregeln unseres Zusammenlebens rasieren“. Die aktuellen Erkenntnisse des Verfassungsschutzes unterstrichen, wie dringend die Debatte über die nächsten Schritte hin zu einem Verbotsverfahren geführt werden müsse. Wer diese Entwicklung weiterhin verharmlose und die AfD allein „inhaltlich stellen“ wolle, verschließe die Augen vor der Realität.

Die AfD hat laut Verfassungsschutzbericht für 2025 inzwischen 70.000 Mitglieder, damit dürfte sich dem Bericht zufolge auch das rechtsextremistische Potenzial innerhalb der Partei vergrößert haben. Die Verfassungsschützer rechnen 28.000 AfD-Mitglieder dem rechtsextremistischen Bereich zu, das sind 8.000 mehr als im Vorjahr.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    SPD-Parteitag im Januar: Klingbeil mahnt SPD zu Geschlossenheit

    Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hat von seiner Partei vor dem anstehenden Parteitag im Januar ein Bekenntnis zur Übernahme von Verantwortung gefordert. „Ich will, dass die SPD immer ausstrahlt: Wir wollen…

    SPD-Frauen kritisieren CDU-Attacken auf Manuela Schwesig: „Sexismus mit System“

    Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen hat die Attacken der CDU gegen Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig scharf kritisiert. Die Union habe „Angst vor starken SPD-Frauen wie Schwesig“, sagte die Bundesvorsitzende der Frauenorganisation…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert