Vizechefs der Rentenkommission mussten Standpunkte räumen

Die Vizechefs der Rentenkommission, Annika Klose (SPD) und Pascal Reddig (CDU), haben ihre Standpunkte in der Kommission revidiert. Das berichtet der „Spiegel“.

Zwar habe man weiterhin Überzeugungen, sagte Reddig dem Magazin. „Aber wir haben unsere Positionen an manchen Stellen überdacht und verändert.“

Er habe beim Thema Altersarmut dazugelernt, sagte der CDU-Politiker. Bei Selbstständigen sei die Zahl jener, die im Alter in der Grundsicherung landen, überproportional hoch. Deshalb empfehle die Kommission, künftig alle neuen Selbstständigen in die gesetzliche Rente einzubeziehen. Bislang setzte die Union hier auf Freiwilligkeit.

Sie habe beim Thema Kapitalrente einen großen Schritt gemacht, sagte Klose. Anfangs habe sie es bei der betrieblichen Altersvorsorge belassen wollen. „Aber die Hälfte der Beschäftigten bekommt gar keine Betriebsrente“, so die SPD-Politikerin. Deshalb sei es klug, die gesetzliche Rente zumindest teilweise über den Kapitalmarkt zu stabilisieren. So erreiche man auch Geringverdiener.

Die Kommission hatte in der vergangenen Woche Vorschläge für eine Rentenreform vorgelegt. Die Pläne sehen vor, dass die „Rente mit 63“ abgeschafft und eine Kapitalrente eingeführt werden sollen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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