Die geplante Reform der Regionalliga ist vorerst gescheitert. Das hat der sportpolitische Sprecher der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag, Ralf Böhme, mitgeteilt.
Eine faire Aufstiegsregelung für die Vereine sei damit in weite Ferne gerückt, kritisierte er.
Hintergrund ist die ungleiche Verteilung der Aufstiegsplätze: In Deutschland gibt es fünf Regionalligen, aber nur vier Aufsteiger in die Dritte Liga. Besonders betroffen ist der Nordosten, wo neun ehemalige DDR-Oberligisten in einer Staffel spielen.
Der Leipziger Traditionsverein Lok Leipzig scheiterte als Meister der Staffel Nordost bereits zum dritten Mal in den Aufstiegsspielen. Eine Abstimmung unter den Vereinen der dritten bis fünften Liga hatte ergeben, dass 95 Prozent eine Reform befürworten.
Die Mehrheit der Vereine sprach sich für das sogenannte Kompassmodell aus, bei dem alle Viertligisten vor jeder Saison geografisch auf vier Staffeln verteilt werden.
Allerdings scheiterte die Reform am Veto des Südwestens, wo 93 Prozent für ein anderes Modell stimmten. In Bayern lehnte eine Mehrheit beide Modelle ab.
Böhme forderte eine schnelle Lösung: ‚Es müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden, damit sich ein Schicksal wie das von Lok Leipzig nicht noch unzählige Male wiederholt.‘
Foto: via dts Nachrichtenagentur

