Die kommunalen Kernhaushalte in Sachsen-Anhalt haben am Ende des ersten Quartals 2026 Schulden in Höhe von 3,845 Milliarden Euro ausgewiesen. Das teilte das Statistische Landesamt am Dienstag mit.
Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Anstieg um 273 Millionen Euro oder 7,6 Prozent.
Mehr als die Hälfte der Verbindlichkeiten, nämlich 56,3 Prozent, haben investiven Charakter. Diese Kredite wurden für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen aufgenommen.
Gläubiger waren zu 99,9 Prozent Kreditinstitute und zu 0,1 Prozent das Land Sachsen-Anhalt.
Für die Deckung der Liquidität wurden 43,7 Prozent der Verschuldung als Kassenkredite aufgenommen. Davon entfielen 79,6 Prozent auf Kreditinstitute, 5,0 Prozent auf das Land und 15,4 Prozent auf verschiedene weitere Bereiche.
Seit 2022 verzeichnen die Statistiker jährlich steigende Schuldenstände. Der tiefste Stand lag 2021 bei 2,707 Milliarden Euro.
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