Evelyn Zupke kritisiert Singen der DDR-Nationalhymne auf AfD-Veranstaltung als Verharmlosung der Diktatur

Die Bundesbeauftragte für die Opfer der SED-Diktatur, Evelyn Zupke, hat das Singen der DDR-Nationalhymne auf einer AfD-Veranstaltung scharf kritisiert. Sie spreche sich stets gegen eine Verharmlosung der DDR aus, und das Singen der Hymne gehöre für sie dazu, sagte Zupke der „Rheinischen Post“ (Freitagausgabe).

Die Hymne habe eine hohe Symbolkraft für einen Staat, der eine Diktatur gewesen sei, ein Unrechtsstaat, der seine Bürger überwachte, schikanierte und einsperrte. Es sei ein Staat gewesen, in dem fundamentale Menschenrechte tagtäglich verletzt worden seien.

„Für die Menschen, die zu Opfern des Systems wurden, ist eine solche Geschichtsvergessenheit unerträglich, keine Satire“, so Zupke.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Sudan-Krieg: Linke schreibt Protestbrief an Außenminister Wadephul und fordert Stopp aller Waffenlieferungen an Kriegsunterstützer

    Die Linke hat die Bundesregierung aufgefordert, alle Waffenlieferungen an die in den Sudan-Krieg involvierten Mächte zu stoppen. Das geht aus einem Protestbrief der Linksfraktion an Außenminister Johann Wadephul (CDU) hervor,…

    Debatte um Spahns Vaterschaft: Queerbeauftragte Koch gegen kommerzielle Leihmutterschaft und fordert Reform des Abstammungsrechts

    Die Queerbeauftragte der Bundesregierung, Sophie Koch (SPD), lehnt eine kommerzielle Leihmutterschaft in Deutschland ab. Das sagte sie der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe) in der Debatte um die Vaterschaft von Unionsfraktionschef Jens…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert