Die Arbeitslosigkeit in Sachsen-Anhalt ist im Juli saisonbedingt auf 89.916 gestiegen. Das teilte die Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit am Freitag mit.
Das sind 2.585 Personen mehr als im Juni und 12 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt 8,1 Prozent und liegt damit 0,2 Prozentpunkte über dem Vormonatswert.
Der Anstieg ist vor allem auf das Ende des Schul- und Ausbildungsjahres zurückzuführen.
Viele junge Menschen suchten zunächst eine Beschäftigung, während Betriebe in der Sommerpause Einstellungen zurückstellten, hieß es. Positiv entwickelte sich der Stellenzugang: Im Juli meldeten Arbeitgeber 4.028 neue Arbeitsstellen, 28,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Der Bestand an gemeldeten Stellen lag bei 16.750.
Markus Behrens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion, erklärte, die anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten bremsten Neueinstellungen. Trotz höherer Stellenzahl verschärften sich strukturelle Herausforderungen wie die steigende Langzeitarbeitslosigkeit.
Besonders Menschen ohne Berufsabschluss hätten es zunehmend schwer. Qualifizierung und Weiterbildung blieben daher entscheidend, um Arbeitsuchende zu integrieren und den Fachkräftebedarf zu sichern.
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