Die Arbeitslosigkeit in Sachsen ist im Juli saisonbedingt gestiegen. Wie die Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit am Freitag mitteilte, waren 155.078 Menschen arbeitslos gemeldet, 5.108 mehr als im Juni.
Die Arbeitslosenquote stieg auf 7,2 Prozent, nach 7,0 Prozent im Vormonat.
Der Anstieg sei auf das Ausbildungs- und Schulende, auslaufende Fördermaßnahmen und die Sommerpause vieler Betriebe zurückzuführen, hieß es. Im Vorjahresvergleich nahm die Zahl der Arbeitslosen um 2.967 oder 2,0 Prozent zu.
Damit erreichte die Arbeitslosenquote den höchsten Stand in einem Juli seit 2016. In allen 13 Landkreisen und kreisfreien Städten stieg die Arbeitslosigkeit im Monatsverlauf. Am stärksten fiel der Anstieg in Mittelsachsen mit fünf Prozent aus, am schwächsten in Görlitz mit 1,1 Prozent.
Die niedrigste Arbeitslosenquote wies der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 5,5 Prozent auf, die höchste die Stadt Chemnitz mit 10,1 Prozent.
Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung lag im Mai bei 1.608.800 und damit um 18.400 unter dem Vorjahresstand. Zugleich waren 32.589 freie Stellen gemeldet, 2.558 mehr als vor einem Jahr.
Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen, erklärte, der Anstieg sei kein Grund zur Sorge, die Lage auf dem Arbeitsmarkt bleibe jedoch schwierig.
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