CSU-RentenkommissionsmitgliedDorn warnt vor Beibehaltung der abschlagsfreien Rente mit 63

Der CSU-Politiker Florian Dorn warnt davor, die „Rente mit 63“ entgegen der Empfehlung der Rentenkommission beizubehalten. „Die Abschaffung dieses Privilegs ist ein zentraler Baustein der Gesamtreform zur Stabilisierung der Finanzierung der gesetzlichen Rentenversicherung“, sagte Dorn, der einer von drei Bundestagsabgeordneten in der Rentenkommission war, dem „Handelsblatt“.

„Wer die abschlagsfreie Rente für langjährig Versicherte beibehalten möchte, setzt damit die Grundlage für die Gesamtreform und damit die Stabilisierung der gesetzlichen Rente aufs Spiel“, warnte er. Das Privileg der abschlagsfreien Rente für langjährig Versicherte koste die Solidargemeinschaft, also die Beitrags- und Steuerzahler, jährlich mehrere Milliarden Euro, fügte Dorn hinzu. Wenn es beibehalten werde, gehe dies auf Kosten der Generationengerechtigkeit, auf Kosten einer höheren Beitragssatzentwicklung und auf Kosten der Stabilisierung der gesetzlichen Rentenentwicklung.

Ohnehin habe die Alterssicherungskommission nicht die komplette Abschaffung empfohlen, sondern wolle sie zielgenauer machen. „Statt der teuren Gießkanne soll sie nur denjenigen rentennahen Menschen geöffnet werden, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr im eigenen Berufsfeld arbeiten können.“ Darüber hinaus solle es auch künftig möglich sein, ab dem 64. Lebensjahr mit Abschlägen in Rente zu gehen. „Dabei kann jeder für sich entscheiden, ob die langjährigen eigenen Beiträge und gesammelten Rentenanwartschaften ausreichen, um früher in Rente zu gehen“, sagte Dorn. Die Abschläge würden so berechnet, dass sie weitgehend nicht auf Kosten Dritter gehen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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