Ceuta-Krise: Linken-Chef Pantisano fordert EU-Solidarität mit Spanien und kritisiert Kanzler

Vor der Sondersitzung der EU-Innenminister zur Ankunft Zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta hat Linken-Chef Luigi Pantisano die europäischen Staaten zur Solidarität mit Spanien aufgerufen.

„Die Attacken innerhalb der EU gegen Spanien finde ich verantwortungslos“, sagte Pantisano der „Rheinischen Post“ (Dienstagausgabe). Er wünsche sich, dass die EU-Innenminister und insgesamt die europäischen Staatschefs einen konstruktiven Weg aufzeigen, und sich nicht so wie der Kanzler an die Seite von Meloni und den Ultrarechten stellen. „Wir müssen als EU gemeinsam Fluchtursachen bekämpfen“, sagte er. Das sei viel wichtiger und effektiver, als nun Grenzen weiter hochzuziehen.

Dafür sei es unter anderem notwendig, „kriegerische Auseinandersetzungen auf der Welt zu beenden“, erklärte der Linken-Chef weiter. Sie würden Menschen zur Flucht zwingen. „Zweitens ist da die Klimakatastrophe, die auf dem afrikanischen Kontinent dazu führt, dass Gebiete nicht mehr bewohnbar sind und Menschen nach Norden ziehen müssen, um zu überleben“, mahnte Pantisano. Außerdem brauche es „eine Politik an den Grenzen, die dazu führt, dass Menschen nicht mehr im Mittelmeer sterben“.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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