Zivildienst-Debatte: SPD-Fraktion gegen Pflichtjahr und für attraktivere Freiwilligendienste

In der Debatte um einen neuen Zivildienst hat die SPD-Fraktion möglichen Pflichtdiensten eine Absage erteilt.

„Unser Ansatz ist: Freiwilligkeit gewinnt, Zwang verliert. Wir wollen Freiwilligendienste stärken, ausbauen und sozial gerechter gestalten, statt neue Pflichtdienste einzuführen“, sagte der zuständige Berichterstatter Felix Döring der „Rheinischen Post“ (Mittwoch).

„Entscheidend ist, mehr Plätze bereitzustellen und die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass sich alle jungen Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft für einen Freiwilligendienst entscheiden können. Solange es mehr Bewerberinnen und Bewerber als verfügbare Plätze gibt, halten wir die Diskussion über einen verpflichtenden Zivildienst oder ein Pflichtjahr für den falschen Schwerpunkt“, sagte Döring.

„Stattdessen setzen wir auf eine attraktive, zugängliche und verlässlich finanzierte Freiwilligendienststruktur. Dabei geht es ausdrücklich nicht um zusätzliches Personal für Sozialverbände und soziale Einrichtungen, das in Konkurrenz zu sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen stehen würde“, so der SPD-Politiker.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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