Zivildienst-Debatte: SPD-Fraktion gegen Pflichtjahr und für attraktivere Freiwilligendienste

In der Debatte um einen neuen Zivildienst hat die SPD-Fraktion möglichen Pflichtdiensten eine Absage erteilt.

„Unser Ansatz ist: Freiwilligkeit gewinnt, Zwang verliert. Wir wollen Freiwilligendienste stärken, ausbauen und sozial gerechter gestalten, statt neue Pflichtdienste einzuführen“, sagte der zuständige Berichterstatter Felix Döring der „Rheinischen Post“ (Mittwoch).

„Entscheidend ist, mehr Plätze bereitzustellen und die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass sich alle jungen Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft für einen Freiwilligendienst entscheiden können. Solange es mehr Bewerberinnen und Bewerber als verfügbare Plätze gibt, halten wir die Diskussion über einen verpflichtenden Zivildienst oder ein Pflichtjahr für den falschen Schwerpunkt“, sagte Döring.

„Stattdessen setzen wir auf eine attraktive, zugängliche und verlässlich finanzierte Freiwilligendienststruktur. Dabei geht es ausdrücklich nicht um zusätzliches Personal für Sozialverbände und soziale Einrichtungen, das in Konkurrenz zu sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen stehen würde“, so der SPD-Politiker.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Quecksilber-Verdacht in Leizen: DHL-Depot abgesperrt, Großeinsatz und Ermittlungen wegen Gefahrstoff

    In einem DHL-Depot in Leizen in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Gefahrstoff entdeckt worden, bei dem es sich möglicherweise um Quecksilber handelt. Das berichten der „Nordkurier“ und die „Bild“ übereinstimmend. Die Polizei…

    Lauterbach lobt Merz: „Ein Demokrat, wie man ihn als Kanzler braucht“

    Inmitten andauernder Kritik aus der Union stellt sich ausgerechnet ein Sozialdemokrat eindeutig hinter Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Gefragt, ob er hinter dem Kanzler stehe, sagte der frühere Gesundheitsminister Karl Lauterbach…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert