Linke kritisiert steigende Zahl an Sonn- und Feiertagsbeschäftigten – Kontrollen sinken um elf Prozent

Die Linken-Politikerin Anne Zerr hat die steigende Zahl der Sonn- und Feiertagsbeschäftigen kritisiert. Außerdem gebe es immer mehr rechtswidrige Sonn- und Feiertagsarbeit und immer mehr Beschäftigte seien von behördlich genehmigten Ausnahmen für Sonn- und Feiertagsbeschäftigung betroffen, sagte sie der „Rheinischen Post“ (Mittwochausgabe). Die Kontrollen gingen immer weiter zurück.

Sie kritisierte die geplante weitere Lockerung des Arbeitszeitgesetzes. „Das Arbeitszeitgesetz ist heute schon löchrig wie ein Schweizer Käse und wird vielerorts nicht eingehalten“, so Zerr.

Die Zahl der Beschäftigten, die per Ausnahmegenehmigung an Sonn- und Feiertagen arbeiten müssen, hat sich seit 2015 mehr als verdoppelt. Sie stieg von rund 25.000 im Jahr 2015 auf gut 51.700 Beschäftigte im Jahr 2025. Das geht aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag hervor, über die die Zeitung berichtet.

Die Zahl der festgestellten Verstöße wegen illegaler Sonn- und Feiertagsarbeit ist demnach von 2015 bis 2025 zugleich um mehr als 1.600 Prozent auf 98 Fälle gestiegen. Allerdings erfassen lediglich sechs Bundesländer diese Fälle.

Bundesweit sank der Ministeriumsantwort zufolge die Zahl der Arbeitszeitkontrollen im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um rund elf Prozent von 14.529 auf 12.972 und gegenüber 2015 um 23 Prozent von 16.878 auf 12.972.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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