SPD-Vize Schweitzer: Zeit ist reif für eine Frau an der Spitze des Staates

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Alexander Schweitzer pocht darauf, dass eine Frau die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier antritt.

„Eine Bundespräsidentin wäre ein wichtiges und überfälliges Signal für die Gleichstellung“, sagte Schweitzer dem „Spiegel“. Er wünsche sich daher eine Frau an der Staatsspitze, so der rheinland-pfälzische Landes- und Fraktionschef der SPD weiter. Die Zeit sei reif für eine Bundespräsidentin.

In der politischen Mitte herrsche große Einigkeit darüber, dass das nächste Staatsoberhaupt eine Frau sein solle. „Es befremdet mich, dass nun einige aus der Union an diesem Konsens rütteln“, sagte Schweitzer. Die CDU drohe, in Verhaltensmuster zurückzufallen, die die Gesellschaft längst überwunden habe.

Dem Argument, dass einzig die Qualifikation entscheiden dürfe, erteilte Schweitzer eine Absage. Es gebe in Deutschland hervorragend qualifizierte Frauen für das höchste Amt im Staat, erklärte er.

Die „Bild“ hatte am Wochenende berichtet, dass in Regierungs- und Parteikreisen der Union der Name des hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein (CDU) immer häufiger genannt werde. Für Rhein spreche, dass dieser neben rechtswissenschaftlichen Kenntnissen auch über Regierungserfahrung verfüge. Beides könne wichtig sein, um mögliche Staatskrisen nach Wahlerfolgen der AfD meistern zu können.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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