Dax startet freundlich in den Handel – US-Arbeitsmarktbericht bestimmt die Erwartungen

Der Dax ist am Freitag positiv in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 26.260 Punkten berechnet, 0,5 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag.

„Festzuhalten ist: Der Dax hat in dieser Woche das alte Rekordhoch aus dem Juli überboten. Technisch valide ist der Kursausbruch jedoch erst, wenn die Kursgewinne ins Wochenende gerettet werden können“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. „Unter 25.900 Punkten droht eine Bullenfalle zuzuschnappen – und ein erneuter Rückfall der Kurse. Ein Jahr lang dachten die Anleger, der Dax sei bei rund 26.000 Punkten eher zu teuer bewertet. Wie entschlossen die Anleger an die neue Aufwärtsbewegung im Dax glauben, wird sich heute Nachmittag zeigen. Zwischen dem aktuellen Kurs und dem Wochenende liegt noch der wichtige Arbeitsmarktbericht aus den USA, der alles verändern kann.“

„Heute steht alles im Zeichen der Arbeitsmarktdaten aus den USA, weil sie Einfluss nehmen könnten, ob die Marktteilnehmer eine Zinsanhebung im September durch die amerikanische Notenbank überhaupt noch für wahrscheinlich erachten. Heute Nachmittag könnte es daher auch an der Frankfurter Börse kurzfristig größere Kursschwankungen geben.“

„Der Ölpreis liegt bei 80 und nicht mehr bei 100 Dollar, was die Inflationsrisiken etwas lindern dürfte. Auf einen Abwärtstrend bei den Energiepreisen ist in diesen Tagen aber kein Verlass. Zu fragil sind die immer wieder anberaumten, dann aber doch ohne belastbares Ergebnis versandenden Gespräche der Konfliktparteien am Persischen Golf. Die amerikanische Notenbank wird weiterhin zwischen ihren beiden Mandaten abwägen müssen und kann den Arbeitsmarkt nicht außer Acht lassen. Ein stärkerer Arbeitsmarktbericht würde die Gewissheit zementieren, dass die Zinsen ihren Gipfel wohl noch nicht erreicht haben“, sagte Stanzl.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Freitagmorgen etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1522 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8679 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte deutlich profitieren, am Morgen wurden für eine Feinunze 4.290 US-Dollar gezahlt (+1,2 Prozent). Das entspricht einem Preis von 119,71 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen deutlich: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Freitagmorgen gegen 9 Uhr deutscher Zeit 83,32 US-Dollar, das waren 83 Cent oder 1,0 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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