DIW-Präsident: Hitze und Niedrigwasser könnten deutsches BIP 2026 erneut schrumpfen lassen

DIW-Präsident Marcel Fratzscher hat vor den Folgen der Hitzewelle für die deutsche Wirtschaft gewarnt. „Wenn Menschen bei Hitze häufiger krank sind, belastet auch das die Produktion“, sagte Fratzscher dem Nachrichtenmagazin Politico. Das Extremwetter schlage sich in mehr Krankheitstagen nieder.

Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung blickt daher skeptisch auf die Konjunkturentwicklung des laufenden Jahres. Es sei nicht auszuschließen, dass die Wirtschaft in diesem Jahr erneut schrumpfe. Derzeit erwarte er trotz des jüngsten Auftragsplus in der Industrie eine Stagnation der deutschen Wirtschaft, nur ein ganz leichtes Wachstum und ein weiteres Schrumpfen in der Industrie.

Mehr Aufträge seien zwar ein gutes Zeichen, so Fratzscher. Doch es gebe mindestens genauso viele negative Botschaften. Steigende Energiekosten durch den Krieg im Nahen Osten, der Handelskonflikt mit den USA und viele andere Risiken belasteten die Unternehmen gleichzeitig, zählt er auf.

Die wirtschaftlichen Folgen des Rekord-Niedrigwassers an deutschen Flüssen schätzt Fratzscher noch als beherrschbar ein. Die Situation könne sich jedoch zu einem echten Risiko für die Konjunktur entwickeln, warnt der DIW-Präsident. Sollte das Niedrigwasser noch vier bis sechs Wochen andauern, könnte das einen signifikanten Schaden für die Wirtschaft bedeuten.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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