Dax steigt weiter: Rekordjagd trotz Zinssorgen und Nahost-Konflikten

Der Dax hat seine anfänglichen leichten Gewinne am Mittwoch bis zum Mittag etwas ausgebaut. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 26.520 Punkten berechnet, 0,5 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Energy, Infineon und Rheinmetall, am Ende Qiagen, Volkswagen und Brenntag.

„Nach einem Jahr Pause zeigt der Dax Charakteristiken eines Bullenmarktes: Der Index steigt fast unbemerkt, aber nachdrücklich“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Punktegewinne blieben klein, dennoch entstünden fast im Tagestakt Rekorde. „Wer sofort dabei sein möchte, ist zum Einstieg gezwungen; Rücksetzer bleiben aus.“ Weder Unruhen in Nahost noch Zinssorgen oder hitzebedingte Belastungen der deutschen Wirtschaft erzeugten günstigere Einstiegskurse. „Immer mehr Anleger beschleicht die Angst, etwas zu verpassen, wenn sie nicht einsteigen – das berühmte FOMO baut sich auf.“

„Heute sind alle Augen auf die Inflationsdaten aus den USA gerichtet“, so Stanzl. „Während die Daten die Erwartung beeinflussen könnten, wann die amerikanische Notenbank an der Zinsschraube drehen könnte, werden sie kaum dazu beitragen können, das Zinsgespenst völlig vom Parkett zu verdrängen.“ Die heutigen Daten würden kaum von der Tatsache ablenken können, dass die Fed nun schon mehrere Jahre in Folge ihr offizielles Inflationsziel von zwei Prozent verfehlt habe.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochmittag etwas schwächer: Ein Euro kostete 1,1538 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8667 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 12 Uhr deutscher Zeit 88,68 US-Dollar; das waren 23 Cent oder 0,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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