Kalte Progression: Steuerzahlerbund beziffert Entlastung seit 2016 auf 170 Milliarden Euro und kritisiert Regierungspläne

Die Bundesregierungen haben seit dem Jahr 2016 durch den Abbau der sogenannten kalten Progression den Steuerzahlern insgesamt rund 170 Milliarden Euro ausgeglichen. Das berichtet die „Bild“ unter Berufung auf eine Berechnung des Bundes der Steuerzahler.

Dabei handelt es sich um den Ausgleich des Staates an Arbeitnehmer, die wegen Inflation und der daraus folgenden Lohnerhöhungen in höhere Steuertarife gerutscht waren. Zugleich kritisierte Verbandspräsident Reiner Holznagel die Pläne der Bundesregierung, die kalte Progression im kommenden Jahr nicht vollständig abbauen zu wollen.

Holznagel sagte der „Bild“: „Dass diese Regierung nicht einmal die kalte Progression ausgleichen will, ist mehr als ein Wortbruch.“ Union und SPD schlügen damit das Erbe ihrer eigenen Finanzminister Wolfgang Schäuble und Olaf Scholz aus. Zehn Jahre lang sei es selbstverständlich gewesen, heimliche Steuererhöhungen durch die kalte Progression zu verhindern. Jetzt verspreche die Regierung Entlastungen und beschließe das Gegenteil.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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