Drohnenangriff auf Flughafen Leipzig/Halle: BKA sucht Spuren im Saalekreis

Nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle hat das Bundeskriminalamt (BKA) am Wochenende erneut im direkten Umfeld Spurensuche betrieben – konkret im Saalekreis in Sachsen-Anhalt.

Wie die „Mitteldeutsche Zeitung“ (MZ) am Samstag meldete, war ein Großaufgebot der Polizei in der Gemeinde Kabelsketal unterwegs. Im Bereich Großkugel hätten Einsatzkräfte am späten Freitagabend sowie am Samstag ein großflächiges Feld nach möglichen Spuren abgesucht, hieß es. Ein möglicher Tatort sei weiträumig abgesperrt worden.

Großkugel befindet sich rund zwei Kilometer vom Rand des Flughafengeländes entfernt, der Flughafen selbst ist in seiner längsten Ausdehnung bis zu etwa sechs Kilometer breit.

Zwischen den Abendstunden des 4. August und den frühen Morgenstunden des 5. August hatte es am Flughafen Leipzig/Halle zwei Vorfälle mit unbemannten Luftfahrzeugen gegeben. Zuerst wurde auf dem Flughafengelände in der Nähe eines ukrainischen Frachtflugzeugs eine mit Sprengstoff beladene Drohne entdeckt – das führte zur mehrstündigen Schließung des Flughafens. Der zweite Vorfall ereignete sich, als eine Boeing 757-23N nach einem Landeversuch – bedingt durch die Flughafenschließung – durchstartete und dabei mit einer zweiten Drohne kollidierte.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) erklärte im Anschluss, der Angriff sei von Profis ausgeführt worden, wahrscheinlich im Auftrag „fremder Mächte“. Am 7. August berichteten US-Geheimdienstmitarbeiter gegenüber US-Medien, sie gingen davon aus, dass Russland hinter dem Angriff stecke.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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