Dax startet kaum verändert – Ölpreis und Nahost-Lage belasten

Der Dax ist am Montag kaum verändert in den Handelstag gestartet. Gegen 9:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 26.430 Punkten berechnet und damit 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Freitag. An der Spitze rangierten Infineon, Siemens Energy und RWE, am Ende Scout24, Zalando und Qiagen.

„Die Aktienmärkte gehen weiterhin erstaunlich entspannt mit der festgefahrenen Lage am Golf um“, sagte Thomas Altmann von QC Partners. Die Erwartung einer schnellen Öffnung der Straße von Hormus sei ursprünglich der Hauptgrund für die Kursanstiege gewesen. „Die Enttäuschung über das Ausbleiben der Öffnung wurde bislang nicht in die Kurse eingepreist. Der Ölpreis bleibt hoch. Damit droht der Weltwirtschaft ein deutlich höherer Schaden durch langfristig höhere Energiekosten.“

Der Dax hatte zuletzt vier Wochengewinne in Serie verbucht. Eine längere Gewinnserie gab es zuletzt vom Dezember bis in den Januar. „Der Großteil des Kursanstieges wurde zuletzt allerdings mit verhältnismäßig niedrigen Umsätzen erzielt. Einsetzende Gewinnmitnahmen könnten jetzt schnell zur Gefahr für diese Rally werden“, so Altmann.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Montagmorgen stärker: Ein Euro kostete 1,1604 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8618 Euro zu haben.

Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 88,30 US-Dollar; das waren 22 Cent oder 0,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Lingen: Umweltminister Christian Meyer hakt beim Kanzleramt zur russischen Atom-Kooperation bei ANF nach

    Der niedersächsische Umweltminister Christian Meyer (Grüne) hat sich in einem Brief beim Kanzleramt, beim Außenministerium und beim Innenministerium erkundigt, ob weiterhin keine Sicherheitsbedenken gegen die russische Atom-Kooperation im emsländischen Lingen…

    Bericht: Internes VW-Krisenszenario erfordert 42 Milliarden Euro Ergebnisverbesserung bis 2030

    Volkswagen rechnet offenbar intern mit einem deutlich härteren Krisenszenario als bislang bekannt. Sollte der Konzern 2030 nur noch rund acht Millionen Fahrzeuge verkaufen, müsste VW sein operatives Ergebnis um mehr…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert