Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) lädt gemeinsam mit ihren Projektpartnern am 25. August zur Auftaktveranstaltung des deutsch-tschechischen Interreg-Projekts OREaqua in die Naturschutzstation Riedelhof bei Markneukirchen ein. Wie die Stiftung mitteilte, beginnt damit ein auf drei Jahre angelegtes Forschungsvorhaben zum Schutz der Fließgewässer im Erzgebirge.
Getragen wird das Projekt vom Biologischen Zentrum der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, der Südböhmischen Universität České Budějovice, der Technischen Universität Dresden und der LaNU. Im Mittelpunkt stehen Fischgemeinschaften und deren Parasiten, die als Indikatoren für den ökologischen Zustand der Gewässer und die Auswirkungen des Klimawandels gelten.
Bei der Veranstaltung erhalten die Teilnehmer einen Einblick in die geplanten Untersuchungen an 80 Gewässerstandorten im deutsch-tschechischen Grenzraum. Die wissenschaftlichen Methoden reichen von der Erfassung der Fischbestände über genetische und parasitologische Analysen bis zum Einsatz von Umwelt-DNA. Zudem werden aktuelle Forschungsergebnisse zur Bachforelle, moderne Verfahren des Fischmonitorings sowie Ansätze zur Verbesserung der Gewässergüte vorgestellt.
Ein Schwerpunkt des Projekts ist die Erforschung der proliferativen Nierenkrankheit (PKD), die bei Bachforellen zum Tod führen kann.
Die Symptome treten auf, wenn die Wassertemperatur für mehrere Wochen über 15 Grad Celsius liegt – Bedingungen, die durch den Klimawandel immer häufiger vorkommen. Die kälteliebende Bachforelle leidet zudem bei Niedrigwasser und vermindertem Sauerstoffgehalt des warmen Wassers.
Am Nachmittag bietet die Veranstaltung eine Exkursion zur Flussperlmuschelstation der LaNU an. Anmeldungen sind noch bis 20. August möglich.
Das Projekt wird aus Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg Sachsen-Tschechien gefördert.

