14.000 Hitzetote in Deutschland: Grüne kritisieren Merz und fordern wirksamen Hitzeschutz

Angesichts der neuen Rekordzahl an Hitzetoten in Deutschland haben die Grünen der Bundesregierung politisches Versagen vorgeworfen.

14.000 hitzebedingte Todesfälle seien eine erschütternde Zahl und markierten ein staatliches Versagen der Bundesregierung beim Hitzeschutz, sagte Misbah Khan, Grünen-Fraktionsvize im Bundestag, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagausgaben). Viele dieser Todesfälle hätten durch rechtzeitige Prävention, wirksamen Hitzeschutz und konsequentes staatliches Krisenmanagement womöglich verhindert werden können, so Khan.

„Umso schwerer wiegt, dass Bundeskanzler Friedrich Merz sich während der anhaltenden Hitzewellen nicht sichtbar und mit der notwendigen Klarheit zu den gesundheitlichen Folgen der Katastrophe positioniert hat.“ Dass der Kanzler seinen Urlaub in dieser Situation weiter fortsetze, während die dramatischen Folgen zunähmen, sende ein fatales und empathieloses Signal, sagte die Grünen-Politikerin. Den Betroffenen und ihren Angehörigen werde das nicht gerecht.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte an diesem Donnerstag seine Angaben über hierzulande an Hitzefolgen Verstorbene auf rund 14.000 Menschen erhöht. Der neue RKI-Bericht blickt dabei auf den Zeitraum vom 6. April bis 9. August. Auch die Linke im Bundestag wirft der Bundesregierung deshalb vor, die Bevölkerung nicht ausreichend geschützt zu haben.

Hitzewellen werden durch die globale Erwärmung stärker und wahrscheinlicher. Der Effekt wird weiter verstärkt, solange zusätzliche Treibhausgase etwa durch das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas in die Atmosphäre gebracht werden.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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