Neue Netzentgelte ab 2029: Strompreise für Verbraucher könnten sinken

Durch die Neuregelung der Netzentgelte können sich Verbraucher nach Angaben von Bundesnetzagentur-Präsident Klaus Müller absehbar auf fallende Strompreise einstellen. „Die Netzentgelte, die im Moment einen nennenswerten Teil des Strompreises ausmachen, können für die reinen Stromverbraucher, die keinen Strom produzieren, leicht sinken“, sagte Müller zu „T-Online“. „Die sollen das auf ihrer Stromrechnung merken.“

Die Netzagentur erarbeitet gerade eine Reform der Netzentgelte, die ab dem 1. Januar 2029 greifen soll. Demnach sollen sogenannte Strom-„Prosumer“, die etwa mit privaten Photovoltaikanlagen in den Sommermonaten Solarstrom ins Netz einspeisen, im Winter jedoch Strom beziehen, künftig einen höheren Grundpreis für die Netzentgelte zahlen.

Müller verteidigte dieses Vorhaben gegen Kritik. „Die Netzentgelte müssen fair auf alle Schultern verteilt werden“, sagte er. „Im bisherigen System werden Haushalte, die eigenen Solarstrom erzeugen, aus der Solidargemeinschaft der Netzentgeltzahler ein Stück weit herausgenommen.“ Das sei nicht gerecht, denn das Netz müsse das gesamte Jahr über finanziert werden – auch dann, wenn es private Stromproduzenten gar nicht nutzten, weil sie mit ihrem eigenen Strom auskommen. „Deshalb wollen wir die Lastenverteilung jetzt wieder etwas ins Gleichgewicht bringen.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Bauernverband: Russland nutzt Weizen als strategische Waffe gegen den Westen

    Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Joachim Rukwied, hat Russland vorgeworfen, den internationalen Weizenmarkt gezielt zur Schwächung westlicher Landwirtschaft zu nutzen. „Putin nutzt Weizen als strategische Waffe gegen Deutschland, gegen Europa…

    Patientenschützer fordern zentrales Register für Behandlungsfehler und Härtefallfonds

    Vor Bekanntgabe der neuesten Behandlungsfehler-Zahlen fordern Patientenschützer mehr Transparenz und Hilfe für Betroffene. „Allein in Kliniken kommt es Schätzungen zufolge jährlich zu 20.000 fehlerbedingten, vermeidbaren Todesfällen“, sagte der Vorstand der…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert