Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen einen 47-jährigen Deutschen Anklage wegen des Verdachts der Vergewaltigung in drei Fällen und der sexuellen Nötigung in vier Fällen erhoben. Das teilte die Staatsanwaltschaft Dresden mit.
Der Mann soll zwischen Anfang 2009 und Dezember 2025 seine langjährige Lebensgefährtin in Großenhain immer wieder betäubt und missbraucht haben.
Die heute 49-jährige Frau soll in der gemeinsamen Wohnung und in einer Gartenlaube mit Betäubungsmitteln und Alkohol sediert worden sein. Im sedierten Zustand soll der Beschuldigte sie vergewaltigt und sexuell missbraucht haben.
Ein Teil der Taten soll er gefilmt und die Aufnahmen später an Dritte weitergegeben haben. Die Geschädigte hatte von den Taten nichts mitbekommen und sich nach Bekanntwerden der Vorwürfe von ihrem langjährigen Partner getrennt.
Das Ermittlungsverfahren war Ende Januar 2026 von der Staatsanwaltschaft Verden an Dresden übergeben worden.
Auslöser war ein Hinweis der NDR-Redaktion „STRG_F“. Der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Dresden erließ am 18. Februar Haftbefehl, der Beschuldigte wurde einen Tag später festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft.
Er ist nicht vorbestraft und hat bislang keine Angaben gemacht. Das Landgericht Dresden muss nun über die Eröffnung des Hauptverfahrens entscheiden.
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