Sachsen-Anhalt fördert Katastrophenschutz-Leuchttürme für den Notfall

Sachsen-Anhalt unterstützt seine Kommunen beim Aufbau von Katastrophenschutz-Leuchttürmen. Das teilte das Innenministerium am Dienstag in Magdeburg mit.

Die Einrichtungen sollen bei großflächigen und länger andauernden Stromausfällen als zentrale Anlaufstellen für die Bevölkerung dienen und eine Grundversorgung mit Informationen, Lademöglichkeiten für medizinisch wichtige Kleingeräte sowie Erste-Hilfe-Maßnahmen sicherstellen.

Das Land übernimmt bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten. Einheits- und Verbandsgemeinden können für Leuchttürme der Kategorie 1 oder höher einen Festbetrag von maximal 90.000 Euro erhalten, Landkreise und kreisfreie Städte für die Kategorien 2 und 3 maximal 200.000 Euro.

Insgesamt stehen dafür in den nächsten Jahren rund 13,8 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur bereit. Anträge sind an die Investitionsbank Sachsen-Anhalt zu richten; förderfähig sind Maßnahmen, die nach dem 31. Dezember 2024 begonnen wurden und bis zum 31. Dezember 2042 umgesetzt sind.

Leuchttürme der Kategorie 1 dienen dem Ministerium zufolge als Informationsdrehscheibe und sollen Notstrom, Informationen zum Ereignis, Erste Hilfe sowie eine Mindestversorgung mit Trinkwasser und Verpflegung bieten.

In den Kategorien 2 und 3 kommen je nach Stufe weitere Leistungen wie WLAN, psychosoziale Unterstützung oder Aufwärmmöglichkeiten hinzu. Innenministerin Tamara Zieschang appellierte an die Kommunen, die Förderung zeitnah zu nutzen.

Zugleich rief sie die Bevölkerung dazu auf, private Vorsorge etwa mit batteriebetriebenem Radio, Taschenlampen, Kerzen sowie Wasser- und Lebensmittelvorräten zu treffen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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