Grüne fordern „Wasserwende“ nach Fischsterben in Sachsen-Anhalt

Die Landtagsfraktion der Grünen in Sachsen-Anhalt drängt auf eine „Wasserwende“. Das teilte die Fraktion am Sonntag in Magdeburg mit.

Anlass ist die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des Grünen-Politikers Wolfgang Aldag zu den Auswirkungen der jüngsten Hitzewelle auf Gewässer und Wasserhaushalt.

Demnach führten hohe Wassertemperaturen, niedrige Wasserstände und Sauerstoffmangel Ende Juni zu einem erheblichen Fischsterben am Gödnitzer See bei Zerbst. Weitere Fälle gab es in Ohrsleben, an der Sülze in Magdeburg und an der Schönebecker Röthe.

An der Elbe bei Wittenberg wurden 30,5 Grad Celsius gemessen, die Uchte bei Stendal erreichte 30,6 Grad, die Mulde bei Priorau 27,6 Grad. Landesweit wurden vielfach die langjährigen mittleren Niedrigwasserabflüsse erreicht oder unterschritten.

Auch an mehreren Badegewässern traten Cyanobakterien auf.

Am Arendsee, am Kulk Gommern, im Naturbad Mosigkau und am Neustädter See wurden Massenentwicklungen festgestellt. In Gommern galt ein Badeverbot.

Die Grundwasserstände liegen im Mittel 50 bis 60 Zentimeter unter den Vergleichswerten des Monats, wie es in der Antwort weiter heißt.

Aldag bezeichnete das Fischsterben am Gödnitzer See als Warnsignal. „Wenn Wasser fehlt, wenn die Sonne tagelang auf flache Seen brennt und Sauerstoff knapp wird, dann erstickt Leben“, erklärte er.

Die Antwort müsse heißen: Wasser in der Landschaft halten, Auen wiederbeleben, Gewässer beschatten und Flüsse widerstandsfähiger machen. Der Zustand der Hartholzauenwälder an Elbe und Saale habe sich verschlechtert.

„Wer Auen schützt, schützt Leben. Sachsen-Anhalt braucht eine Wasserwende mit Tempo“, sagte Aldag.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Wetterbericht für Sachsen-Anhalt (30.08.2026)

    Heute bleibt es in Sachsen-Anhalt überwiegend trocken: Bei wechselnder Bewölkung scheint vor allem im Burgenlandkreis häufiger die Sonne. Im Norden kann es einzelne Schauer geben. Die Temperaturen erreichen 24 bis…

    INSA-Umfrage für Bild am Sonntag: 22 Prozent würden bei AfD-Regierung Deutschland verlassen, 47 Prozent sehen Schaden

    Mehr als jeder fünfte Deutsche gibt an, auswandern zu wollen, sollte die AfD auf Bundesebene an die Macht kommen. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa hervor, über die…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert