Bei Volkswagen droht ein Eklat. Wie das „Handelsblatt“ unter Berufung auf mit den Vorgängen vertraute Personen berichtet, ist ein Kompromissversuch im Streit über den radikalen Sparplan von Konzernchef Oliver Blume gescheitert.
Am Montag und Dienstag hatten Vertreter des Unternehmens und des Landes Niedersachsen in Vorverhandlungen zur Aufsichtsratssitzung um einen Minimalkonsens gerungen. Doch die Fronten bleiben offenbar verhärtet.
Weitere Gespräche bis zur Aufsichtsratssitzung sind dem Bericht zufolge nicht mehr geplant, da am Mittwoch das Kontrollgremium von Audi zusammenkommt, in dem das mögliche Ausmaß der Sparmaßnahmen für die VW-Tochter vorgestellt wird. Donnerstag trifft sich das Präsidium des VW-Aufsichtsrates mit den wichtigsten Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern, bevor am Freitag der gesamte VW-Aufsichtsrat zusammenkommt.
Der Vorstand um Konzernchef Blume bereitet sich jetzt offenbar darauf vor, dass die Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung über das Sparpaket abstimmen sollen. Dass eine solche Versammlung über ein Sanierungspaket entscheidet, hat es in der deutschen Wirtschaftsgeschichte noch nicht gegeben. „Die Züge fahren jetzt aufeinander zu“, sagte ein Insider aus dem Umfeld des Konzerns der Zeitung. Volkswagen wollte sich auf Anfrage des „Handelsblatts“ nicht äußern.
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