Die Zahl der in Sachsen aufgenommenen Asylbewerber ist im zweiten Quartal um ein Drittel gesunken. Das teilte die Landesdirektion Sachsen am Montag mit.
In den Aufnahmeeinrichtungen in Dresden, Chemnitz und Leipzig wurden von April bis Juni 810 Flüchtlinge registriert, nach 1.153 im Vorjahresquartal.
Die Behörde meldet zugleich weniger Abschiebungen: 219 ausreisepflichtige Ausländer wurden von April bis Juni abgeschoben, 28 weniger als im zweiten Quartal 2025. 183 Rückführungen führte die Landesdirektion selbst durch, 36 die unteren Ausländerbehörden. Hauptzielländer waren unter anderem die Türkei, Georgien, Serbien und Pakistan.
Unter den Abgeschobenen waren 88 Straftäter. Daneben erfasste die Landesdirektion 456 freiwillige Ausreisen, die meisten von syrischen, türkischen und venezolanischen Staatsangehörigen.
Zum Stichtag 30. Juni waren in Sachsen 14.422 Personen vollziehbar ausreisepflichtig.
11.462 von ihnen hatten eine Duldung. Die Aufnahmeeinrichtungen in Dresden, Chemnitz und Leipzig verfügten zu diesem Zeitpunkt über neun aktive Unterkünfte mit insgesamt 3.355 Plätzen.
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