Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt verzeichnet die Linke nach eigenen Angaben bundesweit einen starken Zulauf neuer Mitglieder. Allein in den ersten 24 Stunden nach der Landtagswahl traten 1.088 Menschen neu in die Linke ein, wie ein Parteisprecher der „Rheinischen Post“ mitteilte. Das sei ein Vielfaches von dem, was unter normalen Umständen zu erwarten wäre.
„Sonst haben wir eher eine tägliche Eintrittsquote, die im zweistelligen Bereich liegt“, teilte der Sprecher mit. Allein in Sachsen-Anhalt seien in den Stunden nach dem Wahlausgang mehr als 100 Menschen neu in die Partei eingetreten. Damit zählt die Linke bundesweit mittlerweile mehr als 131.500 Mitglieder. Zum Vergleich: Mitte Juni waren es noch gut 126.000, Ende 2024 nicht einmal halb so viele.
„Die Linke ist für viele Menschen in dieser Lage ein verlässliches Bollwerk gegen rechts“, sagte Parteichefin Ines Schwerdtner der „Rheinischen Post“. Schwerdtner ergänzte, man wolle ein Ort sein, an dem Menschen, die Angst vor dem hätten, was jetzt kommen könnte, zusammenfinden, sich organisieren und gegenseitig stärken könnten. Weiter betonte die Linken-Chefin, dass sich über 1.000 Menschen innerhalb eines Tages ausgerechnet bei ihnen organisieren, sage viel darüber, wem sie das noch zutrauten.
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