Die Bauarbeiten am Ersatzneubau der Muldebrücke Pouch an der B100 gehen in die nächste Phase. Wie das Ministerium für Infrastruktur und Digitales Sachsen-Anhalt mitteilte, beginnt am Montag, 14. September, mit den Vorbereitungen für die Errichtung des neuen Brückenwiderlagers auf der Poucher Seite ein weiterer wichtiger Bauabschnitt.
Für die Arbeiten wird die B 100 ab dann für knapp zwei Jahre voll gesperrt.
Zunächst werden das bestehende Widerlager und das erste Brückenfeld der alten Brücke abgebrochen. Anschließend entstehen der achte und letzte neue Brückenpfeiler sowie das neue Widerlager.
Parallel laufen die Stahlbauarbeiten auf der Gossaer Seite weiter: Die vorbereiteten Bauteile werden dort unter einem Schutzzelt verschweißt, beschichtet und für den späteren Verschub vorbereitet. Dieser soll Anfang November beginnen, in fünf Teilabschnitten erfolgen und voraussichtlich rund ein Jahr dauern.
Im Anschluss wird auf dem rund 456 Meter langen Bauwerk die Fahrbahn betoniert.
Die Vollsperrung soll bis zum 1. September 2028 andauern. Für den überregionalen Verkehr sind zwei Umleitungsstrecken ausgewiesen: nördlich über Friedersdorf, Muldenstein, Zschornewitz und Gräfenhainichen sowie südlich über Löbnitz, Tiefensee, Bad Düben und Schwemsal.
Der örtliche Verkehr kann die Route Burgkemnitz-Schlaitz zur B 100 nutzen; für Fußgänger und Radfahrer wird eine temporäre ortsnahe Führung eingerichtet. Der Baustart für die neue Muldebrücke war im November 2024; das bisherige Bauwerk aus dem Jahr 1975 war zu stark beschädigt, als dass eine Instandsetzung in Frage gekommen wäre.
Insgesamt investiert das Land rund 53 Millionen Euro in den Ersatzneubau.
Foto: via dts Nachrichtenagentur

