Nach AfD-Wahlsieg: Beamtenbund warnt künftige Regierung in Sachsen-Anhalt vor Beamten-Entlassungen

Der Deutsche Beamtenbund (dbb) hat eine künftige Landesregierung in Sachsen-Anhalt davor gewarnt, gegen unliebsame Beamte in den Landesbehörden vorzugehen. Sollte eine zukünftige Regierung versuchen, Beamte rechtswidrig aus dem Landesdienst zu drängen, werde sie auf den erbitterten Widerstand des dbb und seiner Fachgewerkschaften stoßen, sagte der dbb-Bundesvorsitzende Volker Geyer der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe).

Beim Beamtenbund hat man die Befürchtungen der Staatsdiener in Sachsen-Anhalt vor dem möglichen Regierungswechsel im Blick. „Wir nehmen die Sorgen der Kolleginnen und Kollegen sehr ernst“, sagte Geyer. Beamte hätten einen Eid auf die Verfassung geschworen und seien nur Recht und Gesetz verpflichtet, betonte er. Politisch motivierte Entlassungen lasse das deutsche Beamtenrecht aus gutem Grund nicht zu. Hier zeige sich einmal mehr, dass das Berufsbeamtentum eine tragende Säule des Rechtsstaates und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung sei, so der dbb-Chef.

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hatte im Wahlkampf erklärt, im Fall einer Regierungsübernahme zahlreiche Posten im Beamtenapparat neu zu besetzen. Er sprach von einer „realistischen Zahl“ von 150 bis 200 Stellen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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