Deutschland will bei Arktis-Gipfel auf mehr Sicherheit drängen

Beim bevorstehenden EU-Arktis-Gipfel will Deutschland im Zuge einer Überarbeitung der „Arktisstrategie“ vor allem die sicherheitspolitische Dimension vorantreiben. Die russische Remilitarisierung der Arktis verschärfe die Lage, hieß es dazu am Samstag aus Regierungskreisen.

Deutschland ist seit Langem in der Region engagiert, zum Beispiel durch Beteiligung am Nato-Manöver „Cold Response“, das die erhöhte Einsatzbereitschaft an der Nord- und Nordwestflanke der Nato sichtbar machen soll. Auch ein „unabhängiger Zugang“ zum Weltraum gehört nach Angaben aus Regierungskreisen zu den deutschen Interessen. Norwegens Weltraumzentrum Andoya mit der deutschen Orbital-Trägerrakete von Isar Aerospace sieht die Bundesregierung als „Tor zum All im Hohen Norden“.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte die Aktualisierung der EU-Arktisstrategie von 2021 im Juli 2025 angekündigt, noch im Herbst 2026 wird sie erwartet. Diskutiert werden sollen Maßnahmen zu Sicherheit, Infrastruktur, Konnektivität, Resilienz und Nachhaltigkeit.

Auf Einladung des finnischen Premierministers Petteri Orpo kommen in Rovaniemi am 13. und 14. September neben Merz auch Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen, Estlands Premierminister Kristen Michal, Lettlands Premierminister Andris Kulbergs, Litauens Präsident Gitanas Nausėda, Rumäniens Präsident Nicuşor Dan und Frankreichs Europa- und Außenminister Jean-Noël Barrot zusammen. Ebenfalls erwartet werden EU-Ratspräsident António Costa, die Hohe Vertreterin für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik, Kaja Kallas, sowie EU-Kommissar Jozef Síkela. Zum Auftaktessen am Abend des 13. September mit Finnlands Präsident Alexander Stubb stoßen zudem Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Store und Islands Premierministerin Kristrún Frostadóttir hinzu.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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