CSU-Landesgruppenchef Hoffmann lehnt Entlassung von Bärbel Bas als Arbeitsministerin ab und warnt vor Hühnerhaufen-Eindruck

CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann hält nichts von einer Entlassung von SPD-Chefin Bärbel Bas als Bundesarbeitsministerin. „Bärbel Bas schaut sicher aus einer anderen Perspektive und womöglich mit einer anderen Brille auf die Themen“, sagte Hoffmann dem Magazin Politico. „Unsere Demokratie ist darauf angelegt, über Koalitionen zu funktionieren – und wir haben uns zu Recht für die SPD entschieden. Da muss jeder an sich arbeiten. Und das sehe ich auch bei Bärbel Bas.“

Hoffmann sagte, die Koalition habe mit der neuen Grundsicherung etwas unter Beweis gestellt. „Genauso muss es weitergehen“, so der CSU-Politiker. Die wichtigste Lehre aus den letzten Monaten sei vor allem, dass es auch mit den Umfragewerten stabiler werde, wenn sie einfach nur ihre Arbeit machten und sich um die Reformen kümmerten. Und immer wenn sie auffielen durch Selbstbeschäftigung, dadurch, dass sie womöglich wahrgenommen würden wie ein Hühnerhaufen, der wild diskutiere, dann goutiere das der Wähler nicht.

Der CSU-Politiker wies Kanzlertausch-Szenarien zurück. „Wir müssen jetzt das tun, was getan werden muss“, so Hoffmann. „Natürlich muss zur nächsten Bundestagswahl eine Entscheidung getroffen werden, wer der richtige Kandidat ist. Aber die Menschen erwarten, dass wir jetzt die Dinge umsetzen, die verändert werden müssen.“

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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