Litauen-Brigade: Bundeswehr bestätigt verpflichtende Versetzungen an Nato-Ostflanke

Das Verteidigungsministerium hat bestätigt, dass beim Aufbau der Litauen-Brigade der Bundeswehr Soldaten auch zwangsweise an die Nato-Ostflanke versetzt werden sollen.

Neben der „weiteren Freiwilligenwerbung“ würden für „wenige Bereiche ab sofort auch ergänzend verpflichtende Maßnahmen zum Einsatz kommen“, teilte das Ministerium am Montag mit. Damit solle über ein Jahr vor der geplanten vollen Einsatzbereitschaft diese „personell abgesichert“ werden. Zuvor hatte die „Bild“ darüber berichtet.

Bislang seien fast 80 Prozent der Stellen für die Litauen-Brigade besetzt. Dabei handele es sich „ausschließlich“ um Freiwillige, so das Verteidigungsministerium weiter. Das „Freiwilligkeitsprinzip“ bleibe „unverändert unsere Handlungsmaxime“. Gleichwohl gelte: „Einsatzbereitschaft geht im Zweifel vor Freiwilligkeit“, hieß es aus dem Haus von Minister Boris Pistorius (SPD).

Langfristig sollen insgesamt 5.000 Bundeswehrangehörige der Kampfbrigade in Litauen angehören. Darunter sollen 4.800 Soldaten sowie 200 zivile Mitarbeiter sein.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Merz droht Russland mit weiteren Reise-Einschränkungen

    Nachdem Russland die Vermögenswerte von weiteren europäischen Unternehmen im eigenen Land unter Zwangsverwaltung gestellt hat, droht der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Konsequenzen. „Wir schauen uns das genau an“,…

    Schneider: Grüner Stahl für die Bahn spart 75 Prozent CO2

    Nach der Einigung zwischen Deutschland und Frankreich auf eine Aufweichung des für 2035 geplanten Verbrenner-Aus pocht Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) auf eine Einsparung von CO2-Emissionen in anderen Bereichen.Eine Möglichkeit sei,…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert