Im vergangenen Jahr sind in Sachsen-Anhalt 13.132 Menschen an Krankheiten des Kreislaufsystems gestorben. Das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt teilte mit, dass Kreislauferkrankungen damit weiterhin die häufigste Todesursache waren und ihr Anteil an allen Todesfällen gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Prozentpunkte auf 37,7 Prozent sank.
Innerhalb dieser Krankheitsgruppe entfielen 35,0 Prozent auf ischämische Herzkrankheiten und 27,7 Prozent auf sonstige Formen der Herzkrankheit. Zu den ischämischen Herzkrankheiten zählten unter anderem die chronisch ischämische Herzkrankheit mit 3.007 Todesfällen und der akute Myokardinfarkt mit 1.547 Todesfällen.
Bei den sonstigen Herzkrankheiten waren Herzinsuffizienz mit 1.570 Todesfällen sowie Vorhofflimmern und Vorhofflattern mit 908 Verstorbenen die häufigsten Diagnosen.
Die zweithäufigste Todesursache waren bösartige Neubildungen. Daran starben 8.235 Menschen, 197 mehr als im Vorjahr; der Anteil an allen Todesfällen stieg geringfügig um 0,1 Prozentpunkte auf 23,6 Prozent.
Am häufigsten führten Lungenkrebs mit 1.532 Fällen, Bauchspeicheldrüsenkrebs mit 742 Fällen und Brustkrebs mit 566 Fällen zum Tod. Krankheiten des Atmungssystems waren in 2.293 Fällen todesursächlich, das entsprach 6,6 Prozent aller Verstorbenen und einem Anstieg um 0,8 Prozentpunkte beziehungsweise 295 Todesfälle gegenüber dem Vorjahr.
574 Menschen starben an einer Lungenentzündung und 259 an Grippe. Der Gruppe der psychischen und Verhaltensstörungen wurden 1.899 Todesfälle zugeordnet, darunter 1.625 Demenzerkrankungen ohne Alzheimer-Krankheit.
An nichtnatürlichen Ursachen starben 1.449 Menschen, darunter 1.021 durch Unfälle und 320 durch Suizide.
Bei den Verkehrsunternehmen in Sachsen-Anhalt wurden im vergangenen Jahr 177,4 Millionen Fahrgäste befördert. Das Statistische Landesamt teilte mit, dass dies 5,9 Prozent weniger waren als im Vorjahr und durchschnittlich rund 0,5 Millionen Fahrgäste am Tag unterwegs waren.
176,7 Millionen Fahrgäste entfielen auf den Linienverkehr und 0,7 Millionen auf den Gelegenheitsverkehr mit Omnibussen. Die Fahrleistung der Unternehmen lag bei 104,3 Millionen Fahrzeugkilometern, davon 94,2 Prozent im Linienverkehr und 5,8 Prozent im Gelegenheitsverkehr.
Im Linienverkehr lag die mittlere Reiseweite bei 13,4 Kilometern, im Gelegenheitsverkehr bei 207,9 Kilometern. Das am meisten genutzte Verkehrsmittel war die Straßenbahn mit einem Anteil von 48,1 Prozent, gefolgt vom Omnibus mit 42,6 Prozent und der Eisenbahn mit 9,3 Prozent.
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