Dax am Mittag im Minus: Commerzbank, SAP und Hochtief schwach, BMW, Zalando und MTU gefragt

Der Dax ist am Mittwoch nach einem positiven Start in den Handelstag bis zum Mittag ins Minus gerutscht. Gegen 12:30 Uhr wurde der Leitindex mit rund 25.365 Punkten berechnet, 0,1 Prozent unter dem Schlussniveau vom Vortag.

Am unteren Ende der Kursliste rangierten die Commerzbank, SAP und Hochtief. Zu den Gewinnern zählten dagegen unter anderem die Aktien von BMW, Zalando und MTU.

„Die Anleger stehen derzeit zwischen Baum und Borke“, sagte Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets. „Einerseits hoffen sie auf eine weitere Deeskalation im Nahen Osten und damit sinkende Energiepreise, andererseits sorgen hohe Anleiherenditen und die Frage nach einer Fortsetzung des KI-Booms für Zurückhaltung.“

„Die hohen Energiepreise haben zuletzt bereits Spuren bei der Stimmung der Verbraucher hinterlassen und schüren damit Sorgen um die weitere Konjunkturentwicklung in Europa und den USA. Gleichzeitig bleibt die KI-Story ein wichtiger Stützpfeiler für die Aktienmärkte. Entsprechend große Aufmerksamkeit dürften heute die Quartalszahlen von Micron erhalten. Sie müssen zeigen, ob der KI-Boom inzwischen auch weiterhin ausreichend im operativen Geschäft der Halbleiterunternehmen ankommt. Enttäuscht Micron, könnte aus der zuletzt gewachsenen Skepsis gegenüber dem KI-Sektor schnell wieder Verkaufsdruck werden.“

„Der dritte Belastungsfaktor bleiben die hohen Anleiherenditen. Sie verteuern nicht nur die Finanzierung für Unternehmen und Staaten, sondern machen Anleihen gleichzeitig zu einer immer attraktiveren Alternative zu Aktien. Je höher die Renditen steigen, desto größer wird die Rechtfertigungslast für die hohen Bewertungen am Aktienmarkt. Das dürfte vorerst wie ein Deckel auf den Kursen liegen und eine nachhaltige Aufwärtsbewegung erschweren“, so Lipkow.

Die europäische Gemeinschaftswährung war am Mittwochnachmittag etwas stärker: Ein Euro kostete 1,1360 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8803 Euro zu haben.

Der Goldpreis konnte profitieren, am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.189 US-Dollar gezahlt (+0,3 Prozent). Das entspricht einem Preis von 118,54 Euro pro Gramm.

Der Ölpreis stieg unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Mittwochnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 103,30 US-Dollar, das waren 75 Cent oder 0,7 Prozent mehr als am Schluss des vorherigen Handelstags.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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