Museum für Naturkunde Chemnitz erhält Freitaler Saurierplatte als Dauerleihgabe

Das Museum für Naturkunde Chemnitz hat die originale Freitaler Saurierplatte (Pantelosaurus saxonicus) als Dauerleihgabe erhalten. Das teilte die Stadt Chemnitz mit.

Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft Georg-Ludwig von Breitenbuch hat die Platte am 5. Oktober im Beisein von Heinz Bernd Bettig, Präsident des Landesamts für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG), und Bürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky an das Museum übergeben. Die Platte zeigt sechs Skelette von Pantelosaurus saxonicus, einer ausgestorbenen Gattung fleischfressender Landwirbeltiere aus dem Perm vor rund 300 Millionen Jahren.

Die Tiere starben durch vulkanische Aktivitäten und wurden im Gesteinsschlamm eingebettet; genaue Details sind der Wissenschaft bis heute verborgen geblieben.

Die Platte wurde 1901 von Freitaler Steinkohlenbergleuten gefunden und gesichert, nachdem sie untertage von der Firste herabgestürzt war. Seit mehr als 125 Jahren wird sie vom Geologischen Dienst des Landesumweltamtes Sachsen bewahrt und erforscht und war der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Kopien befinden sich unter anderem in London, New York und in der KohleWelt in Oelsnitz. Bürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky sagte, die Dauerleihgabe der weltweit einzigartigen Platte sei ein starker Vertrauensbeweis und eine Anerkennung der wissenschaftlichen Arbeit des Chemnitzer Museums.

Sie freue sich, dass Chemnitz die Leihgabe für dieses außergewöhnliche Fossil erhalten habe, und sei gespannt auf die kommende Sonderausstellung.

Museumsdirektor Ronny Rössler sagte, die Saurierplatte sei sicher das spektakulärste Fossil des Freistaates und von internationaler Bedeutung. Das Museum für Naturkunde Chemnitz hat seinen Forschungsschwerpunkt in demselben Erdzeitalter wie die Platte; der Versteinerte Wald entstand vor 291 Millionen Jahren.

Bereits in den 1990er-Jahren bemühte sich das Museum mit anderen Institutionen in Sachsen um die Präparation der Platte. 1998 erhielt es einen Gegenabdruck als Dauerleihgabe des LfULG. Die originale Platte soll in Chemnitz bewahrt, weiter erforscht und der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Sie wird in eine im Aufbau befindliche Sonderausstellung integriert, die Ende Januar im Museum für Naturkunde eröffnet werden soll und von der Kulturstiftung der Länder sowie der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen gefördert wird.

Foto: Dr. Frederik Spindler/Palaeonavix via dts Nachrichtenagentur

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