Die Bevölkerung in Deutschland schrumpft wieder, wobei sich die Regionen sehr unterschiedlich entwickeln. Das geht aus der neuen Studie „Demografische Lage der Nation“ hervor, die das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung gemeinsam mit der Wüstenrot Stiftung erstellt hat. Die Studie zeigt, dass bis 2045 die Bevölkerung auf rund 81,8 Millionen Menschen sinken könnte. Zwei Drittel der 400 Kreise und kreisfreien Städte verlieren voraussichtlich Einwohner.
Besonders im Osten Deutschlands entwickeln sich demnach die Regionen immer unterschiedlicher. Zwölf der 20 Kreise mit den schwächsten Bewertungen liegen in Ostdeutschland. Während einige Regionen wie Dahme-Spreewald, Leipzig, Potsdam und Dresden wachsen, verlieren andere wie Suhl bis zu 30 Prozent ihrer Bevölkerung. Auch im Westen gibt es große Unterschiede: Das Saarland verliert weiter Bevölkerung, während Städte wie Frankfurt am Main oder Düsseldorf wachsen.
Die Studie hebt hervor, dass der Rückgang der Bevölkerung im Erwerbsalter nicht automatisch weniger Beschäftigte bedeutet. Wirtschaftlich erfolgreiche Regionen binden den Autoren zufolge unterschiedliche Bevölkerungsgruppen besser in den Arbeitsmarkt ein. Die Wanderungsbilanz entscheide zunehmend darüber, ob eine Region wächst oder schrumpft. Metropolen und ihr Umland profitierten besonders vom Zuzug jüngerer Menschen.
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