Deutscher Ethikrat begrüßt Bundestagsentscheidung zu Pränataltests und fordert bessere Beratung für Eltern

Der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Helmut Frister, hat die Entscheidung des Bundestages zur Prüfung von vorgeburtlichen Tests begrüßt.

Der Deutsche Ethikrat habe sich bereits 2013 in seiner Stellungnahme zur Gendiagnostik mit nicht invasiven pränatalen Gentests befasst und dabei insbesondere auf das Risiko einer hohen Anzahl falsch positiver Ergebnisse und die Möglichkeit negativer Auswirkungen einer flächendeckenden Anwendung auf die Einstellung gegenüber Menschen mit Behinderung hingewiesen, sagte Frister der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe).

Vor diesem Hintergrund sei es zu begrüßen, dass der Deutsche Bundestag die Bundesregierung aufgefordert habe, die Auswirkungen des Gentests umfassend zu evaluieren. Im Ergebnis sollte es jedoch nicht um eine Beschneidung individueller Möglichkeiten, sondern darum gehen, den potentiellen Eltern durch bessere Beratung eine bewusstere und abgewogenere Entscheidung zu ermöglichen, so der Vorsitzende des Ethikrates.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

  • Related Posts

    Maffay und Oerding an Spitze der Album-Charts

    Peter Maffay und Johannes Oerding stehen mit „Nashville“ an der Spitze der offiziellen deutschen Album-Charts. Das teilte die GfK am Freitag mit. Dies beschert Maffay hierzulande seine 22. Nummer-1-Platte und…

    Union unterstützt Bilgers Bahn-Pläne: Stracke fordert realistische Bauzeiten und verlässliche Ersatzverkehre

    Die Union unterstützt die neuen Pläne von Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) und der Deutschen Bahn, die Korridorsanierung zeitlich zu strecken und zunächst deutlich weniger Strecken zu modernisieren.„Bei den Korridorsanierungen mussten…

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert