In Schwarzenberg hat am 17. Oktober ein Polizeieinsatz anlässlich einer angezeigten Versammlung stattgefunden. Das teilt die Polizeidirektion Chemnitz mit.
Die Teilnehmer der Versammlung unter dem Motto „Ungebrochen – gegen den rechten Normalzustand“ sammelten sich ab 12:45 Uhr im Bereich des Busbahnhofs.
Die Versammlung begann gegen 13:20 Uhr mit mehreren Redebeiträgen. Gegen 14:40 Uhr setzte sich ein Aufzug in Bewegung und führte über die Bahnhofstraße, die Badstraße und die Karlsbader Straße bis zum Finanzamt.
Dort folgten bei einer Zwischenkundgebung weitere Rede- und Musikbeiträge. Gegen 17:00 Uhr führte der Aufzug über die Karlsbader Straße und die Bahnhofstraße zurück zum Ausgangsort am Busbahnhof.
In der Spitze waren laut Polizei 450 Teilnehmer im Aufzug. Nach der Zwischenkundgebung hatte sich die Teilnehmerzahl bereits verringert.
Die Aufzugsstrecke war auf Wunsch des Versammlungsleiters und in Kooperation mit der Versammlungsbehörde verkürzt worden.
An der Bahnhofstraße hatten sich einige Gegendemonstranten gesammelt und gegenüber der Versammlungsbehörde eine Versammlung angezeigt. Diese lief mit Abstand hinter der Versammlung bis zum Finanzamt und wurde dort gegen 15:50 Uhr beendet.
In der Spitze waren 75 Teilnehmer zu verzeichnen.
Bereits vor Versammlungsbeginn erkannten die Einsatzkräfte einen Mann am Versammlungsort, der Tatverdächtiger einer Körperverletzung beim Versammlungsgeschehen am 13.12.2025 ist. Die Beamten stellten die Identität des 38-Jährigen fest.
Die Einsatzkräfte wirkten trennend ein, als die Versammlung „Ungebrochen – gegen den rechten Normalzustand“ die Gegenversammlung auf der Bahnhofstraße passierte. Hier kam es laut Polizei zu einem gegenseitigen Flaschenwurf.
Ein 24-jähriger deutscher Tatverdächtiger wurde festgestellt und eine Anzeige wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung aufgenommen.
An der Karlsbader Straße hatte ein Teilnehmer der Gegenversammlung einen Fotografen gegen den Kopf geschlagen. Gegen einen 35-jährigen Deutschen wurde Anzeige wegen Körperverletzung erstattet.
Zudem hatte ein 45-Jähriger (deutsch) am Busbahnhof gegenüber den Einsatzkräften den Hitlergruß gezeigt.
Eine Anzeige wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wurde erstattet.
Zum Versammlungsende stellten die Einsatzkräfte die Identität von einem Jugendlichen (17) und einem Mann (28) fest, die im Verdacht stehen, zur Versammlung am 13.12.2025 eine gefährliche Körperverletzung sowie einen Verstoß gegen das Versammlungsgesetz begangen zu haben.
Die Polizeidirektion Chemnitz wurde durch die sächsische Bereitschaftspolizei und Einsatzkräfte des Kommunikationsteams aus allen sächsischen Polizeidienststellen unterstützt. Insgesamt waren rund 330 Einsatzkräfte in die Maßnahmen eingebunden.
Foto: via dts Nachrichtenagentur

