Bundesregierung will neuen Wohnungsbaufonds auflegen

Um dem Wohnungsmangel in Deutschland Herr zu werden, plant die Bundesregierung ein neues Investitionsvehikel. Im Rahmen des bereits bestehenden „Deutschlandfonds“ soll ein Modul geschaffen werden, das Investitionen in den Wohnungsbau auslösen soll, berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf ein Konzeptpapier.

Die staatliche Förderbank KfW soll demnach als Ankerinvestor 100 Millionen Euro einbringen. Darüber hinaus soll privates Kapital mobilisiert werden. Das Gesamtvolumen des Fonds soll eine Milliarde Euro umfassen. Bauministerin Verena Hubertz (SPD) sagte dem „Spiegel“, man habe die KfW beauftragt, alle erforderlichen Schritte vorzubereiten. Mit einem eigenen Wohnungsbaufonds wolle man den Markt testen, um privates Kapital für mehr bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnraum zu hebeln.

Private Investitionen durch staatliche Mittel zu hebeln, ist Kern des bereits bestehenden „Deutschlandfonds“, den die Bundesregierung Ende 2025 ins Leben gerufen hatte. Neben dem sozialen Wohnungsbau soll der Fonds Bauprojekte von Neubauwohnungen mit einer Maximalmiete von 15 Euro den Quadratmeter finanzieren. Zudem haben die Gebäude mindestens den „EH 55-Plus“-Standard zu erfüllen. Sie dürfen also nur 55 Prozent der Energie verbrauchen, die ein Standardhaus benötigt. Außerdem muss die Wärmeerzeugung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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