SPD-Vorsitz: Bremens Bürgermeister Bovenschulte stellt sich hinter Lars Klingbeil

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) stärkt Parteichef Lars Klingbeil in der Debatte um eine neue SPD-Führung den Rücken. „Lars Klingbeil macht eine gute Arbeit. An dieser Stelle sehe ich keine Änderungsnotwendigkeit“, sagte Bovenschulte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

Eine Trennung von Parteivorsitz und Ministeramt, die in Teilen der Partei gefordert wird, sei nicht zwingend: Es gebe sowohl in der Kombination als auch bei der Trennung beider Posten Vor- und Nachteile, sagte Bovenschulte. „Das Schicksal der SPD hängt davon aber nicht ab.“

Als Co-Vorsitzende seien die Ministerpräsidentinnen von Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland, Manuela Schwesig und Anke Rehlinger, „zweifellos sehr gut geeignet“. Es sei sinnvoll, die SPD weiter von einer Doppelspitze führen zu lassen. „Wir sind in schwierigen Zeiten. Da sollten wir nicht alles ändern.“

Bovenschulte widersprach Forderungen nach einem Kurswechsel der SPD. Nötig sei es aber, den eigenen Kurs deutlicher zu machen. Er sehe nicht, „dass die SPD sich neu erfinden muss“, sagte der SPD-Politiker. „Unsere Grundwerte Freiheit, Gleichheit und Solidarität sind so aktuell wie nie. Wir wollen größtmöglichen Wohlstand erwirtschaften und diesen gerecht verteilen. Diese Verbindung ist das Alleinstellungsmerkmal der Sozialdemokratie. Das sollten wir nicht aufgeben, sondern noch viel offensiver vertreten.“

Die SPD hat nach dem Rücktritt von Parteichefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas die Neuwahl der Parteispitze um mehrere Monate auf Januar vorgezogen. Klingbeil, der zudem Finanzminister ist, hat seine erneute Kandidatur offengelassen. Ex-Arbeitsminister Hubertus Heil hat seine Bereitschaft für eine Kandidatur erklärt.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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