Weil zu viele Verkehrsteilnehmer während der Fahrt das Mobiltelefon benutzen, wollen Bund und Länder den Einsatz sogenannter Handyblitzer bundesweit ermöglichen. Das berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf eine Stellungnahme des Bundesverkehrsministeriums.
Das Ministerium teile die Ansicht der Länder, dass moderne Überwachungstechnologien ein erhebliches Potenzial zur Verbesserung der Regelbefolgung und damit zur Erhöhung der Verkehrssicherheit besitzen, heißt es in dem Papier, aus dem die Zeitung zitiert. Bisher seien mit der Technik der Handyblitzer etwa in Rheinland-Pfalz durchweg positive Erfahrungen gemacht worden.
Die Länder hatten den Bund zuvor aufgefordert, für eine technikoffene und bundesweite Regelung zu sorgen. Andernfalls drohe eine zersplitterte Rechtslage. Handyblitzer erkennen Abmessungen, Form und Farben verschiedener Handymodelle sowie typische Körperhaltungen beim Telefonieren am Steuer.
Die Polizei registriert nach Angaben des ADAC jährlich rund 400.000 Handyverstöße. Die Dunkelziffer ist demnach deutlich höher. Wer am Steuer mit dem Handy erwischt wird, zahlt 100 Euro Bußgeld und erhält einen Punkt in Flensburg.
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