In Frankreich sind am Donnerstag erneut hunderttausende Menschen auf die Straße gegangen. Nach Angaben des Innenministeriums wurden 270.000 Teilnehmer bei 180 Demonstrationen gezählt. Der Gewerkschaftsbund CGT kam zu ähnlichen Zahlen, in über 70 Städten soll es Aktionen gegeben haben, an denen sich etwas eine Viertelmillion Menschen beteiligt haben.
Schwerpunkt der Proteste war Kritik an der aktuellen Lohnpolitik, gefordert wurde unter anderem eine Erhöhung des Mindestlohns, der in Frankreich derzeit bei 12,31 pro Stunde brutto liegt.
Auch im Bildungssektor kam es zu erheblichen Störungen. Nach offiziellen Angaben war etwa jede dritte Hochschule betroffen. Eine Studentengewerkschaft sprach davon, dass an 90 Prozent der Universitäten mobilisiert wurde, sei es durch Blockaden oder administrative Schließungen.
Zusätzlich zu den Protesten kam es zu Zwischenfällen in Toulouse, wo ein Feuer in einem Gymnasium gelegt wurde, in La Courneuve wurde ein 16-jähriger Schüler während eines Schulstreiks verletzt.
Innenminister Laurent Nunez hatte im Vorfeld 70.000 Polizisten und Gendarmen mobilisiert, um auf mögliche Ausschreitungen vorbereitet zu sein.
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