Eine Mehrheit der Deutschen blickt einer Forsa-Umfrage zufolge mit Sorge auf die künftige Entwicklung der medizinischen Versorgung. Wie die Erhebung im Auftrag von RTL und ntv ergab, sind aktuell 68 Prozent der Befragten mit der medizinischen Versorgung vor Ort zufrieden oder sehr zufrieden, 32 Prozent dagegen weniger oder gar nicht zufrieden. Für die kommenden zehn Jahre erwarten allerdings 54 Prozent eine Verschlechterung der medizinischen Versorgung. Nur 14 Prozent rechnen mit einer Verbesserung, 30 Prozent erwarten keine Veränderung.
Besonders deutlich zeigen sich Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Während im Westen 71 Prozent mit der medizinischen Versorgung zufrieden sind, sind es im Osten lediglich 50 Prozent. Dort erwartet zudem eine deutliche Mehrheit von 66 Prozent, dass sich die Versorgung in den kommenden zehn Jahren verschlechtern wird. Im Westen sind es 52 Prozent.
Auch zwischen Stadt und Land gibt es Unterschiede. In Gemeinden mit weniger als 5.000 Einwohnern sind nur 59 Prozent mit der medizinischen Versorgung zufrieden, 40 Prozent dagegen unzufrieden. In Großstädten mit mindestens 500.000 Einwohnern liegt die Zufriedenheit hingegen bei 78 Prozent. Allerdings erwartet auch in den Großstädten jeder Zweite eine Verschlechterung der medizinischen Versorgung in den kommenden zehn Jahren.
Von der Politik wünschen sich die meisten Deutschen mehr Einsatz für die Gesundheitsversorgung. 71 Prozent haben den Eindruck, dass sich die Politik stärker um eine gute medizinische Versorgung vor Ort kümmern müsste. Nur 24 Prozent halten das bisherige Engagement für ausreichend. Diese Einschätzung ist sowohl in ländlichen Regionen als auch in Großstädten weit verbreitet.
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