Schah-Sohn Reza Pahlavi ruft eigene Anhänger zur Mäßigung auf

Der Sohn des letzten iranischen Schah, Reza Pahlavi, ruft seine Anhänger zur Mäßigung in der politischen Auseinandersetzung mit anderen Teilen der Opposition auf.

In der Debatte um die Verleihung des Freiheitspreises der Friedrich-Naumann-Stiftung an den früheren Kronprinzen hätten einige Äußerungen aus dem eigenen Lager gegen seinen „Verhaltenskodex“ verstoßen, sagte Pahlavi der „Welt“. Von seinen Unterstützern erwarte er Anstand, Respekt vor anderen, Toleranz und die Achtung des Rechts auf freie Meinungsäußerung. Verschiedene Gruppierungen der Opposition sollten nicht gegeneinander kämpfen. Er fügte hinzu: „Wir müssen zusammenstehen, denn unser einziger Feind ist das Regime im Iran. Das ist meine klare Anweisung an meine Unterstützer.“

Pahlavi hatte die Auszeichnung am Samstag stellvertretend für das iranische Volk entgegengenommen. Die Entscheidung der Stiftung erntete auch Widerspruch, unter anderem wegen der autokratischen Herrschaft von Pahlavis Vater Schah Mohammed Reza, der den Iran bis zur Revolution 1979 regierte. Kritiker wie die Schriftstellerin Ronya Othmann waren in sozialen Netzwerken tausendfachen verbalen Angriffen bis hin zu Vergewaltigungs- und Morddrohungen ausgesetzt.

Auch unter seinen Kritikern gebe es Extremisten, die in vergleichbarer Weise verbal aggressiv seien. Das könne Ausfälle seiner Anhänger in keiner Weise entschuldigen, so Pahlavi. Rufe wie „Tod den Linken“ bei Demonstrationen seiner Unterstützer verurteile er ausdrücklich.

Foto: via dts Nachrichtenagentur

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