Die sächsische Textilindustrie setzt auf Nachhaltigkeit, Innovation und regionale Wertschöpfung, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Das wurde bei einem Branchengespräch in Oederan deutlich, an dem Vertreter sächsischer Textilunternehmen, des Verbands der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie (vti) und der Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) teilnahmen.
Staatssekretär Thomas Kralinski betonte die Bedeutung der Branche für den Freistaat.
Die Textilindustrie in Sachsen beschäftigt rund 12.000 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von fast 1,5 Milliarden Euro. Der Schwerpunkt liegt auf technischen Textilien, die über 60 Prozent des Umsatzes ausmachen.
Die Unternehmen der Region erzielen hohe Exportquoten, was die internationale Wettbewerbsfähigkeit beweist. Daniel Schmidt, Hauptgeschäftsführer des vti, forderte faire Regeln, Planungssicherheit bei den Energiekosten und Bürokratieabbau, um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhalten.
Die Teilnehmer des Branchengesprächs diskutierten auch die aktuelle wirtschaftliche Lage und die Herausforderungen der Transformation.
WFS-Geschäftsführer Thomas Horn hob die Bedeutung der Textilindustrie als Wirtschaftsfaktor und Technologietreiber hervor. Parallel zum europäischen Kulturhauptstadtjahr zeigt die Ausstellung „Textil? Zukunft!“ die Innovationskraft der sächsischen Textilindustrie an verschiedenen Standorten in der Region Chemnitz.

